Seit kurzem habe ich wieder ein Mountainbike und versuche gerade, so oft wie möglich damit unterwegs zu sein – vor allem dann, wenn das Wetter am Abend nach der Arbeit sonnig und angenehm ist.
Natürlich möchte ich auch meine andere Leidenschaft nicht vernachlässigen. Vor ein paar Jahren erklärte ich in einem meiner Videos mein Prinzip einer Abendrunde, bei der ich entweder mit oder ohne Kamera losziehe, um zu Fuß eine Runde zu drehen.
Jetzt, wo ich etwas mobiler bin und sich mein Radius vergrößert hat, entdecke ich auf meinen Radrunden immer wieder interessante Plätze und Motive. Deswegen nahm ich bei einer meiner abendlichen Radtouren meine Kamera mit.
Ich entdeckte eine herrliche Aussicht auf meinen Hausberg, den Ötscher. Mir gefiel die freie Sicht auf diesen Berg, obwohl er von diesem Platz aus doch relativ klein am Horizont erscheint. Trotzdem kam ich mit der Kamera hierher zurück und versuchte mein Glück.
Für mich war klar, hier kommt fast nur ein Panorama infrage, um diese weite Sicht angemessen abzubilden. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass mich das Resultat jetzt nicht so begeistert. Vor Ort habe ich die Stromleitungen nicht bemerkt, die sich im Bild nun doch sehr penetrant ins Blickfeld drängen. Aber trotzdem ist es ein Bild von meinem Hausberg, das mir irgendwie doch gefällt.

Die wahren Motive fand ich auf einem Feld. Ich habe leider keine Ahnung, ob es sich hier um Gras oder eine Art Getreide handelt, aber mir gefiel, wie sich diese „Gräser“ im Wind bewegten. Mit einer langen Belichtungszeit versuchte ich, ein paar abstrakte Aufnahmen zu bekommen. Wischbilder, bei denen sich das Motiv bewegt und nicht die Kamera.
Um bei diesen sonnigen Bedingungen lange Belichtungszeiten zu bekommen, schraubte ich meinen 5-Stopp-Polarisationsfilter auf mein 70–200 mm f/2.8 und experimentierte eine Weile herum. Bei einem Bildausschnitt spielte ich mit verschiedenen Fokuseinstellungen. Ich fotografierte mit offener Blende und verlagerte den Fokus vom Vordergrund bis zum Hintergrund.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen, wie ich finde.









