Es war ein grauer, nasskalter Tag, an dem ich mit meiner Kamera loszog. Eigentlich wäre ich lieber zu Hause geblieben, aber die letzte Fototour lag schon wieder so lange zurück, dass ich unbedingt wieder einmal rausmusste.

Da das Wetter nicht besonders war und für den weiteren Tagesverlauf sogar Regen vorhergesagt wurde, wollte ich das kleine Zeitfenster nutzen, um noch etwas von der herrlichen Schneelandschaft einzufangen.
Ich fuhr also zum Leopoldsteinersee, in der Hoffnung, dass er mir wieder ein paar schöne Motive präsentieren würde. Als ich dort ankam, war eines klar: Die große Landschaft war an diesem Tag nicht möglich, dafür aber perfekte Bedingungen für minimalistisch gehaltene Bilder. Der Schnee, der auf dem Eis wundervolle Muster und Linien zeichnete, war mein Hauptmotiv an dieser vormittäglichen Fototour.
Ich konzentrierte mich auf enge Bildausschnitte, in denen sich die Linien besonders schön und interessant durch das Bild zogen und so Spannung erzeugten. Aber auch andere Motive, wie die Sträucher am Uferrand, die mit kleinen Schneebällen bedeckt waren, zogen meine Aufmerksamkeit auf sich.
Hier nun ein paar Bilder von dieser Fototour rund um den Leopoldsteinersee.









Deine Aufnahmen vom Leopoldsteinersee fangen die winterliche Stille und die beeindruckenden Spiegelungen auf der Wasseroberfläche wirklich meisterhaft ein. Die klare, kühle Atmosphäre der Steiermark kommt in deinen Bildern so authentisch rüber, dass man die frische Winterluft beim Ansehen fast selbst einatmen kann. Ein kleiner Tipp für noch mehr Abwechslung in der Serie: Versuche bei solch ruhigem Wasser mal eine extreme Langzeitbelichtung mit Graufilter, um die Oberfläche komplett zu glätten und die schroffen Felsformationen noch minimalistischer hervorzuheben.
Vielen Dank, diesen See besuche immer wieder mal gerne. Mit Wasser war nicht viel, das meiste war Eis, zwar trüb, aber gefroren.
Grüße Jürgen